Warum Trauer, Zeit braucht
Trauer hat keinen Fahrplan. Sie kommt in Wellen – manchmal Wochen nach dem Verlust, manchmal Jahre später, ausgelöst von einem Lied im Radio oder einem Geruch im Treppenhaus. Das ist kein Rückfall. Das ist Liebe, die sich erinnert. Wer trauert, muss nicht „endlich wieder funktionieren“. Er darf sich die Zeit nehmen, die es braucht – und er darf sich dabei begleiten lassen. Denn Trauer braucht keine Eile. Sie braucht Raum, Zeugen und ab und zu jemanden, der sagt: Sie sind nicht verrückt. Sie sind nur mitten im Abschied.